In so einem Fall ist die eigene Trauer oft sehr groß und man weiß nicht so recht, wie man andere trösten soll, wo man doch selbst Trost gebrauchen könnte. Ehe man sich mit solchen Überlegungen herumquält, ist es manchmal einfacher, Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich an einer Vorlage zu orientieren, die einem diese Last abnimmt.
Es gibt viele fertige gedruckte Karten mit einem schlichten Kondolenzgruß, der die Anteilnahme zum Ausdruck bringt. Mit einer handschriftlichen Ergänzung kann man seine Betroffenheit bekunden und ggf. seine Teilnahme am Begräbnis ankündigen. Wenn man auf eine etwas persönlichere Art kondolieren möchte und den Verstorbenen gut gekannt hat, kann man auch auf ein Zitat oder ein Gedicht zurückgreifen, das das Wesen des Verstorbenen erfasst oder ihm gefallen hätte. Nicht jeder hat solche Texte abrufbereit im Kopf. Insofern empfiehlt es sich, das Internet zu Hilfe zu nehmen.
Dort findet man viele Seiten mit Vorschlägen für Motive und Beileidskarten Sprüche, die eine Anregung sein können. Man kann auch selbst eine Karte gestalten und einen der Textvorschläge verwenden oder verändern. Beim Studieren der Vorlagen wird man sich leichter entscheiden können, ob man einen christlichen Spruch oder lieber ein Dichterwort auswählt, das die eigenen Empfindungen in Worte kleidet. Dabei sollte man auch auf die Gefühle der Hinterbliebenen Rücksicht nehmen, die´manchmal mit allzu gefühlvollen Beileidskundgebungen in ihrer eigenen Trauer überfordert sind. Dann ist es manchmal besser, sich einige Zeit nach dem Begräbnis noch einmal in einem persönlichen Gespräch auszutauschen.